Zur Zeit sind 47 Einträge im "Buch der Erinnerung"


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Dieter Röhrs d.roehrs@freenet.de 29.07.2018 | 10:25
Oftmals muss erst einmal viel Zeit ins Land gehen, bevor man Dinge erledigt, die schon längst hätten fertig sein sollen. So auch dieser Eintrag, der schon fast ein Jahr lang auf der Festplatte meines Rechners gespeichert war. Jetzt, ein Jahr nach dem Tod unserer Mutter, sind die Bilder und Ereignisse wieder verstärkt im Kopf und so bin ich auch wieder auf den Text gestoßen.

Liebes Hospizteam,
nachdem die ersten Tränen nach dem Abschied von unserer Mutter, Inge Röhrs, getrocknet sind, möchte ich auf diesem Wege einige Zeilen an sie richten. Vielleicht regen diese Worte ja auch andere Menschen dazu an, über diesen letzten Weg nachzudenken.
In den Tagen vom 16.07. bis zum 24.07.2017 fand unsere Mutter in ihrer Einrichtung ihre letzte Herberge in ruhiger und privater Umgebung.
Sie hatte sich schon länger mit dem Thema beschäftigt und wusste auch aus vergangenen Erfahrungen genau, das der Verlauf ihrer Krebserkrankung einer Autofahrt in eine Sackgasse gleichen würde.
Einen Weg zurück in das Leben, wie wir es kennen, würde es nicht geben.
Mit diesem Wissen und mit dem festen Vertrauen darauf, das nach diesem Leben bestimmt noch etwas anderes, schönes kommen wird, ist sie dann von uns gegangen.
Oder um es mit den Worten von Udo Lindenberg zu sagen, den gewiss nicht jeder mag: "Du warst, wie schon so oft ein Pionier. Du gehst jetzt schon mal vor, und irgendwann, dann folge ich Dir".
Der Gedanke an Krankheit und Tod wird allzu oft von den meisten Menschen verdrängt. Durch den Aufenthalt in einem Hospiz wird der Abschied von einem geliebten Menschen nicht unbedingt leichter und es soll an dieser Stelle auch nicht der Eindruck vermittelt werden, das dieser letzte Weg mit der wirklich sehr guten Begleitung des Hospizteams ein Spaziergang ist.
Jedoch kann ich sagen, das die Atmosphäre in ihrem Haus sich bei weitem von der eines "normalen" Pflegeheims absetzt. Den Unterschied mussten wir gerade jetzt erfahren, als der Vater meiner Frau im Alter von 92 Jahren verstorben ist.
Dem Personal in den Pflegeheimen kann an dieser Stelle kein Vorwurf gemacht werden. Es liegt einfach am System, letztendlich an der Verteilung der Gelder. Es ist schon traurig, das die Verteilung von Finanzen über das Wohlbefinden von alten und kranken Menschen entscheidet.

Dieter Röhrs

Diane Barufke dbarufke@googlemail.com 16.11.2017 | 19:31
Liebes Hospiz-Team, im Namen meiner Mutti und meiner Schwester möchte ich mich bei Ihnen für die hervorragende Betreuung meines Vaters Peter Krüll bedanken. Auch vielen Dank für die Fürsorge an uns, die unkomplizierte Möglichkeit des Übernachtens. Wir haben sehr großen Respekt vor ihrer Arbeit und sind Ihnen unendlich dankbar. Vielen Dank Pastor Paulsen für die Gespräche und für die Worte für meinen Vati.

Die Tage bei Ihnen haben mich sehr geprägt. Ich bin sehr traurig über den Tod meines Vaters, aber wiederum sehr dankbar, dass er die Möglichkeit hatte, in Ihrem Hause loszulassen.

Vielen Dank!!!

Antje Sadewasser sadewasser.antje@gmx.de 19.03.2017 | 16:56
Wie fängt man so einen Eintrag an? Vielleicht erst einmal damit, dass ich mich bedanken möchte für die Begleitung durch Ihren Ambulanten Dienst. Als unsere Kraft beinahe zu Ende war, reichten Sie uns helfend die Hand.
Der drohende Tod eines Familienmitglieds ist so groß und unfassbar, das man davor kapitulieren möchte. Doch es ist Einsicht in die Notwendigkeit, die die Angehören weiter treibt, dem Ehemann und Vater auf seinem letzten Weg zur Seite stehen zu wollen. Ein einfacher Satz von Schwester Sabine half uns die Last zu tragen. „ Aber wir wissen doch dass ihr Mann sterben wird.“
Kein großer tröstender Satz, sondern einer der den Tod beim Namen nennt und ihm den Schrecken nahm. Es klingt vielleicht seltsam aber uns hat diese kleine Wahrheit geholfen zu entkrampfen, hat uns gezeigt das der Tod zum Leben gehört. Und so schwer der Weg bis dahin auch war, dass Nähe und die einfachen Dinge alles sind was ein Mensch am Ende seines Lebens braucht. Schlicht das zu Hause und seine Lieben... mehr ist nicht wichtig.

Das Team des ambulanten Hospizdienstes Stendal hat uns geholfen die Pflege zu Hause zu organisieren, hat einfach für Gespräche mit uns Angehörigen zur Verfügung gestanden. Und wusste wie, was, wann, wo nötig war um Vatis Wunsch, zu Hause zu sterben, zu verwirklichen. Ohne Sie alle hätten wir es nicht geschafft.

DANKE. ( und es ist ein großes tiefes von Herzen kommendes Danke)

PS: Eigentlich hatte meine Mutter für den Fall das sie pflegebedürftig wird sich nach einem Hospiz erkundigt.... manchmal sind die Wege wie man das findet was nötig ist seltsam, aber als wir einen Ansprechpartner brauchten wusste meine Mutter wohin sie sich wenden kann. Machen sie weiter und schreiben sie Artikel in Zeitungen,legen sie Flyer in Arztpraxen aus.... ihr Arbeit ist gut und so wichtig! Der Tod gehört zum Leben, so unbegreiflich es auch sein mag.


Mit Lieben Grüßen Doris Schmelzer und Antje Sadewasser (geb. Schmelzer)

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