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Aussenansicht - Hospiz Stendal
Trauercafé
  • im Abstand von 4 - 6 Wochen findet bei uns ein Trauerkaffee statt
  • hier treffen sich trauernde Angehörige, um über Ihre Situation mit ebenfalls Betroffenen einen Austausch zu haben
  • 10 - 12 Trauernde werden durch qualifizierte Trauer- begleiter in dieser Runde zu Gesprächen ermutigt
  • bei Interesse bitten wir um eine telefonische Anmeldung unter (03931) 218338
    Unsere Veranstaltungen
    Trauercafé im Hospiz Stendal

     

    Trauercafé Stendal:                         Trauercafé Gardelegen: 

    Montag       23.10.2017                 Mittwoch       25.10.2017

                       20.11.2017                                       22.11.2017

                       18.12.2017                                       20.12.2017

                      

    Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 15:00 Uhr

    Das Trauercafé in Gardelegen findet im Sozial-kulturellen Zentrum, Gartenstraße 12 statt.

    Anmeldungen für Gardelegen bitte an den AHD Gardelegen, 03907 7796020 !

     

     

    Für Trauernde
    Liebe Angehörige...
    Sie haben vor kurzem einen in Ihrem Leben einmaligen Menschen verloren.
    Ein Mensch, der Sie gewärmt, begleitet, geschützt hat, den Sie gewärmt, begleitet, beschützt haben, mit dem Sie sich gestritten, entzweit, überworfen haben, ist plötzlich nicht mehr da, für Sie nicht mehr erreichbar. Es ist schwer zu begreifen, es ist unfassbar und doch wissen Sie genau: Es ist wirklich wahr... dieser Mensch ist gestorben. Sie mußten sich von dem Ihnen so vertrautem Körper, seinem Geruch, seiner Stimme verabschieden. Sie wissen nicht, was da alles an Schmerz und einschneidender Veränderung in Ihrem Leben auf Sie zukommen wird. Sie haben eine Ahnung, dass da viel Schwieriges auf sie warten könnte.
    Sie fühlen sich vielleicht:
    wie betäubt, wie neben sich stehend, wie in einem Film oder einem Traum oder Sie fühlten eine Leere in sich. Ihnen war oder ist nach weinen und klagen zumute, Ihnen ging durch den Kopf, was alles zu tun ist, Sie wollten einfach weglaufen und alles hinter sich lassen.
    Mit dem Abschied von Ihrem verstorbenen Menschen stehen Sie am Anfang eines neuen Weges, am Anfang Ihres Trauerweges...
    Es ist ein Weg, der Sie in allem, was Sie sind, fordern kann, der "durch und durch" gehen kann: er kann Ihnen den Schlaf und den Appetit rauben; er kann Sie für eine Zeit einsam und unzugänglich machen; er kann Sie dazu bringen, bestimmte Orte aufzusuchen oder zu meiden; er kann Ihr Gefühlsleben völlig durcheinander bringen:
    Sie müssen weinen, ohne es kontrollieren zu können, Wut und Neid überfallen Sie, was Sie bis jetzt von sich vielleicht gar nicht kannten.
    Fragen und Schuldgefühle können quälend werden:
    Hätte ich damals..., dann wäre vielleicht... . Überzeugungen und Glauben können radikal in Frage gestellt werden: Was ist das für ein Gott, der mir dieses Schicksal zumutet? Welchen Sinn hat das Leben, wenn so etwas geschehen kann? Darf ich auch erleichtert sein, dass dieses Leben nun zuende ist?
    Es mag Ihnen manchmal so vorkommen, als sei es überhaupt kein Weg. Und doch ist es ein Weg.
    Ein Weg durch verschiedene Landschaften, ein Weg, der weiterführt, auch wenn Sie meinen, sich im Kreis zu drehen.
    Es ist ein besonderer und einzigartiger Weg: Es ist ihr persönlicher Weg durch die Trauer um einen ganz besonderen Menschen.
    Da es Ihr Weg ist, kann Ihnen das Gehen keiner abnehmen. Es kann Ihnen auch niemand sagen, wie Sie gehen sollen:
    langsam oder schnell, zwei vor, einen zurück oder seitwärts. So, wie Sie gehen, ist es richtig und gut. Lassen Sie sich von niemandem vorschreiben, wie Sie zu trauern haben. Sie allein wissen, was Ihnen hilft.
    Nehmen Sie sich ernst, tun Sie sich diesen Gefallen.
    Bekannte, Freunde und Verwandte sind oft unsicher im Umgang mit Trauernden und sie können nicht erraten, was Ihnen guttut.
    Es kann für alle hilfreich sein, wenn Sie mitteilen, was Sie brauchen könnten:
    Sind Sie müde? Wollen Sie allein sein? Brauchen Sie Gesellschaft? Haben Sie Hunger? Möchten Sie sich bewegen?
    Äußern Sie Ihre Bedürfnisse so konkret wie möglich (Wäsche waschen, einkaufen, saubermachen, zu einer bestimmten Zeit anrufen, gemeinsam essen gehen, mit jemandem die Sachen sortieren, Papierkram erledigen, gemeinsam zum Friedhof oder in die Kirche gehen, ein Gebet sprechen...).
    Vielleicht hilft Ihnen der Austausch mit anderen Trauernden (es gibt Gesprächsgruppen), vielleicht brauchen Sie einen Menschen, der Ihnen zuzuhören versteht, jemand, der einfach da ist.
    Sie können sich nicht vorstellen, jemals wieder das zu tun, was Sie vorher getan haben..., was Ihnen zuvor wichtig war, ist unwichtig geworden, hat keine Bedeutung mehr.
    Es gibt unterschiedliche Zugänge zur Trauer. Wir Menschen drücken unseren Schmerz sehr verschieden aus und verarbeiten ihn unterschiedlich. Die einen müssen viel denken und forschen, die anderen arbeiten, räumen auf vom Keller bis zum Boden, wieder andere machen erst mal so weiter als wäre nichts gewesen, wie es innen aussieht, zeigen sie nicht.
    Es kann helfen Rituale zu pflegen, neu zu beleben oder eigene zu entwickeln.
    So kann es helfen in Fotos zu kramen, Erinnerungen zu pflegen, einen Kerze anzuzünden, zu beten, zu schreiben, zu klagen, zu malen, zu singen, zu weinen, zu laufen, zu beichten, zu verreisen, Bücher zum Thema zu lesen, zur Kur zu fahren, sich zurückzuziehen, schwimmen oder spazieren zu gehen...
    Sie werden selbst herausfinden, was Ihnen hilft.
    Trauer braucht Zeit: Sie wollen manchmal die Uhr anhalten, denn sie spüren: der Kalender läuft ohne Sie weiter. Trauer braucht Raum und Schutz, vieles, was vorher selbstverständlich war, können Sie jetzt nicht mehr aushalten.
    Und auch, wenn Sie es heute noch nicht glauben können: Eines Tages werden Sie merken, dass es Stunden oder sogar einen ganzen Tag gibt, an dem Sie anderes gedacht und getan haben, an dem Sie ohne schlechtes Gewissen lachen und sich über etwas freuen konnten.
    Ihre Trauer wird wahrscheinlich nie ganz aufhören, aber sie wird sich verwandeln. Sie wird ein Teil Ihres Lebens bleiben, genauso wie der Verstorbene ein unersetzlicher Teil Ihres Lebens bleiben wird. Ihre Trauer erzählt von Ihrer Liebe zu einem Menschen und von Ihrem Weg mit ihm. Irgendwann werden Sie Ihren eigenen Weg wieder sehen und vielleicht erkennen, dass Sie durch Ihre Liebe und Ihre Trauer etwas Neues gewonnen haben, das Ihnen niemand nehmen kann.
    Wir wünschen Ihnen den Mut und die Kraft, diesen Weg zu gehen!
     .:: Kontakt Stendal
     Ambulanter Hospizdienst
     Wendstraße 14
     39576 Stendal


     Tel.: (03931) 21 83 38

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    Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint.
    Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre.
    Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe.
    (Inschrift an einer Wand im Warschauer Ghetto)
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